Sonntag, 27. Februar 2011

Kapitel Zwei



Clenin war erschüttert. Er fand nicht nur irgendeine Leiche, aber Ulrich Schmied. Gewöhnlich, wenn einen Mann geschossen wurde, wurde Clenin denken, dass es persönlich ist. Aber wenn Ulrich Schmied geschossen wurde, könnte der Mörder irgendjemand sein. Ausserdem fand Clenin es sehr verdächtig, dass der Mörder Schmieds Brieftasche nicht gestohlen hat. Er war sicher, dass Schmied nicht in diesem Auto geschossen wurde...und vielleicht auch nicht in diesem Mantel. Clenin sah sich um. Vielleicht, dachte er, dass er etwas komisches sehen wurde. Da! Ein Mann lauerte um die Ecke. Wenn Clenin sah ihn direkt an, war er nicht da. Aber wenn Clenin sah die rechte Wagentüre ein, wusste er dass, der komischer Mann ihn aufstarrte. Der komischer Mann hat eine Katze auf die Schulter. Er streichelt sie sehr langsam. Clenin schlichte ihn heran. "Hallo," sagte er. Der komischer Mann sagte nichts. Clenin fand dass sehr unhöflich. "Wie heissen Sie?" fragte Clenin. "Herr Burrs." "Was machen Sie hier, Herr Burrs?" "Nichts. Alles. Etwas." Clenin speilte diese Spiel nicht. "Wissen Sie, was in dem blauen Auto liegt?" "Nein," sagte Herr Burrs. Clenin antwortete, "ein toter Mann liegt in dem Auto." Burrs war gefasst. "Ich kann damit nichts anfangen," sagte er. "Sie sehen nicht so überrascht aus. Warum?" Clenin fand Burrs mehr verdächtig jeder Minute. "Ich habe aber eine Frage für Sie," sagte Burrs. "Ich habe Sie jetzt für zwanzig Minuten angesehen. Wenn ein toter Mann wirklich in dem Auto ist, warum haben Sie die andere Polizeibeamten nicht angerufen?"

erschüttert: shocked
der Mörder: murderer
lauern: to lurk
verdächtig: suspicious
starren auf: to stare at
heranschlichen: to sneak up
gefasst: unfazed

Montag, 21. Februar 2011

Kapitel Eins (italicized words appear below text in translation; words in green point to external internet sites)


Alphons Clenin, der Polizist von Twann, fand am Morgen das dritten November 1948 einen blauen Mercedes, der am Strassenrande stand. Es herrschte Nebel, wie oft in diesem Spätherbst, und eigentlich war Clenin am Wagen schon vorbeigegangen, als er doch wieder zurückkehrte. Es war ihm beim Vorbeigehen gewesen, nachdem er flüchtig durch die Fenster des Wagens geblickt hatte, als sei der Fahrer auf das Steuer niedergesunken. Er glaubte, dass der Mann betrunken sei. Er wollte daher dem Fremden nicht amtlich, sondern menschlich begegnen. Er trat mit der Absicht ans Auto, den Schlafenden zu wecken, ihn nach Twann zu fahren und im Hotel Bären bei schwarzem Kaffee und einer heissen Suppe nüchtern werden zu lassen, denn es war verboten, betrunken zu fahren, aber nicht verboten, betrunken im Wagen, der am Strassenrande stand, zu schlafen. Clenin öffnete die Wagentür und legte dem Fremden die Hand väterlich auf die Schultern. Er bemerkte im gleichen Moment, dass der Mann tot war. Die Schläfen waren durchschossen. Auch sah Clenin jetzt, dass die rechte Wagentüre offen stand. Im Wagen war nicht viel Blut, und der dunkelgraue Mantel, den die Leiche trug, schien nicht einmal beschmutzt. Aus der Manteltasche glänzte der Rand einer gelben Brieftasche. Clenin, der sie hervorzog, konnte feststellen, dass es sich beim Toten um Ulrich Schmied handelte, Polizeileutnant der Stadt Bern.

das Steuer: steering wheel
amtlich: on business
flüchtig: schnell
nüchtern: nicht betrunken sein
die Schläefen: temple (on your forehead)
die Brieftasche: wallet
feststellen: determine
Bern: Hauptstadt der Schweiz